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| Die Filme | »Unterwasser«
 

Aus dunst'gem Tal die Welle
Sie rann' und sucht ihr Glück;
Sie kam ins Meer zur Stelle,
Und rinnt nicht mehr zurück…
(Friedrich de la Motte Fouqué)


Niemand kennt ihn wohl besser als Undine, das zarte Wasserwesen aus dem gleichnamigen romantischen Märchen von Fouqué – den Schmerz des Abschieds.
Doch wer hätte gedacht, dass jenes liebliche Geschöpf nach knapp 200 Jahren wieder aus den Tiefen der Wasser auftauchen würde, um sich an den Menschen zu rächen.
"Unterwasser" ist eine Hommage an den großen deutsch-französischen Dichter Fouqué und sein wohl bekanntestes Werk über jene Nymphe, welche zum Schluss der Geschichte (wie auch im Film) in die dichte Durchsichtigkeit des Wassers zurückkehrt … nicht ohne vorher mit dem Geliebten und der realen Welt abzurechnen.
Anders als in der Vorlage Fouqués ist die Undine im Film jedoch von Anfang an nicht bemüht, sich den Menschen und ihren Vorstellungen anzupassen. Berauscht von der eigenen Vorspiegelung einer romantischen Welt, eliminiert sie alles und jeden, der sich deren Erfüllung in den Weg stellt. Dabei verfällt sie einem Verdrängungsmechanismus, der das zauberhafte Wasserwesen zuerst nicht als Täter, sondern als Opfer erscheinen lässt. Erst gegen Ende des Filmes wird schließlich die Ambivalenz ihrer Persönlichkeit deutlich, – als sie Hans, den sie zwar liebt, jedoch zu verlieren fürchtet, mit einem Todeskuss in Ewigkeit an sich bindet.


Drehbuch, Regie, Schnitt: Benedikt Maria Kramer
Co-Autoren: Florian Schanz, Christina Gaxiola-Mayinger
Kamera: Moritz Vodermeier
Ton: Florian Schanz
Licht, Spezialeffekte: Gregor Uhl
Musik: Niko Tzoukmanis, Vedat Hopoglu
Maske: Luisa Cristina
Produktion: BloodyBrothers

Darsteller:
Christina Gaxiola-Mayinger, Benedikt Maria Kramer, Oliver Engelhardt, Alexandra Fellner, Daniela Gaxiola, Marco Vinicio Gaxiola y Lago

Jahr: 2004
Laufzeit: 13'30 min
Format: DV 1:1,78